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#028: Kleidung
Juni 16th, 2008 by admin

Barbara hat mir eine Mail geschrieben. Sie reist im Juli nach Deutschland und möchte nicht als Touristin auffallen. Sie ist 50 Jahre alt und fragt, ob sie Jeans tragen kann, oder ob sie einen Rock anziehen soll. Ich finde es toll, dass sie sich über so etwas Gedanken macht! Also werde ich in dieser Folge über Kleidung sprechen. In der Umgangssprache kann man Kleidung auch Klamotten nennen.

Früher gab es einen großen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, was Kleidung angeht.  Heute ist dieser Unterschied viel kleiner geworden. Überhaupt werden die Unterschiede immer kleiner, weil es in jeder Stadt die gleichen Geschäfte gibt. Der Grund dafür ist die Globalisierung – viele Läden sind Ladenketten. Also gibt es in jeder Stadt einen C&A, H&M, Benetton oder Esprit. Weil viele Deutsche ihre Kleidung über das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen ähnlich aus.

Generell gibt es wenige Regeln, was die Kleidung angeht. Schuluniformen gibt es in Deutschland nicht, Kinder können anziehen, was sie wollen. Teenager tragen natürlich sehr modische Kleidung – die Jungs mögen Baggy Pants, momentan tragen alle auch wieder Chucks an ihren Füßen. Das sind diese Basketball-Schuhe von Converse. Auch Leggings sind wieder in Mode. Es sieht momentan alles so aus wie in den 80er-Jahren.

Junge Erwachsene kleiden sich unterschiedlich, je nachdem ob sie auf dem Land wohnen oder in der Stadt. Es spielt auch eine Rolle, was sie beruflich machen. Wer im Büro arbeitet, trägt natürlich sehr offizielle Kleidung. Männer tragen einen Anzug, Frauen entweder einen Hosenanzug oder ein Kostüm (also ein Jackett und einen Rock). Zu Jackett kann man übrigens auch Blazer oder Sakko sagen. In den Großstädten sind viele Menschen modisch gekleidet. In Berlin sieht man viele sehr „schräge“ Outfits, die Frauen haben dort oft einen sehr individuellen, kreativen Stil. Ansonsten haben sehr viele Menschen einfach Jeans und T-Shirts an, das ist immer in Ordnung im Alltag.

Ich kann aber sagen, was hier eher unüblich ist und was die Deutschen zum Beispiel von Amerikanern unterscheidet. Fangen wir an mit alten Menschen. In den USA haben viele alte Menschen Jeans an und tragen Baseball-Kappen. Das macht in Deutschland niemand. Alte deutsche Frauen – und damit meine ich Frauen ungefähr ab 75, tragen in den meisten Fällen Röcke. Junge Frauen seltener. Hosen sind praktischer, deswegen tragen viele junge Frauen Hosen.

Mir fallen amerikanische Touristen oft dadurch auf, dass sie weiße Socken tragen. Tennissocken. Und dazu weiße Turnschuhe. Das macht kaum ein Deutscher. Hier trägt man eher dunkle Schuhe. Viele Touristen fallen auch durch ihre Taschen auf, oder durch ihre Fotoapparate. Und sie kaufen gerne Sweatshirts, wo groß „University of Harvard“ draufsteht oder „Hofbräuhaus München“. Aber das ist alles nicht schlimm. Was mich stört: Touristen benehmen sich oft sehr laut – das trifft aber auch auf Deutsche im Ausland zu. Mein Tipp daher: Jeans und T-Shirt ist tagsüber in Ordnung, im Sommer wenn es heiß ist auch gerne ein Kleid oder ein Rock. Aber auch dazu darf man bequeme Schuhe tragen, denn als Tourist in Deutschland muss man viel zu Fuß gehen.

Der Sommer kann in Deutschland sehr wechselhaft sein. Mal ist es kalt und es regnet, dann scheint wieder die Sonne und es ist heiß. Daher empfehle ich allen Besuchern den so genannten Zwiebellook. Ein T-Shirt, einen Pullover, eine leichte Jacke und eventuell noch ein Regencape dabeihaben. Das ist das perfekte Touristenoutfit. So kann man auch in Museen gehen oder in Kirchen, und es ist kein Problem. Und immer dran denken: In Deutschland gibt es noch nicht so viele Gebäude mit Klimaanlage wie in den USA! Es kann also auch drinnen richtig warm werden.

Einen Unterschied gibt es allerdings noch zwischen USA und Deutschland: Während es in Amerika niemanden stört, dass man in Bermuda-Shorts in ein Fünf-Sterne-Hotel geht, wäre das in Deutschland undenkbar. Wer hier in ein teures Hotel oder ein teures Restaurant geht, sollte sich entsprechend elegant und teuer kleiden.

Ich finde es wichtig, dass man sich in seiner Kleidung wohl fühlt. Dann hat man eine selbstsichere Ausstrahlung und andere Menschen werden solch einen Touristen bestimmt sympathisch finden. Und falls Du gerne einkaufen gehst, liebe Barbara, dann geh doch in Deutschland shoppen und suche Dir typisch europäische Kleidung! Viel Spaß wünsche ich Dir auf Deiner Reise!

Musik habe ich auch wieder mit dabei, und zwar diesmal von Simon Saiz das Stück „Echte Liebe – wenn der Mond lacht“ vom Podsafe Music Network.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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24 Responses  
  • Deutsch lernen und studieren in Deutschland » Slow German Podcast Nr. 028: “Kleidung” writes:
    Juli 9th, 200806:02at

    [...] Slow German » #028: Kleidung Keine Tags vergeben [...]

  • Gabi xiang writes:
    Juli 9th, 200811:06at

    ich finde deine Seite großartig.Ich kann viel Aktuelles über Deutsche und Deutschland lernen.Vielen Dank!Gabi aus China

  • tosh writes:
    August 16th, 200813:19at

    früher konnte ich auch den audiotext herunterladen und jetzt kann ich nicht..ich kann’s aber nur hoeren…warum so?

  • admin writes:
    August 16th, 200817:44at

    Ich habe nichts geändert.

  • lena writes:
    Dezember 16th, 200813:48at

    Esto es mui interexasassantee

  • James Greenshields writes:
    Januar 17th, 200900:20at

    Ist es wahr, dass heute es nicht annehmbar ist, eine junge Damen anzureden, als Fraeulein?

    Forgive my comic German!

  • Yan writes:
    Februar 2nd, 200900:55at

    Ich bin eine Elektrotechnikerin in Deutschland.Ich komme aus VR.China. Mir finde slowgerman sehr gut und aktuell. Durch Ihre Arbeiten habe ich über Deutschland mehr kennengelernt. Trotzdem habe ich manche Sache von meiner Kollegen gehört oder durch meine Augen selbst gesehen, aber die Hintergrund oder die Geschichte kenne ich eigentlich nicht so genau. Jetzt weiss ich schon.
    Und vielen Dank!

  • fiorella writes:
    Februar 2nd, 200921:04at

    sehr interessante Seite ist ein wunderbarer Beitrag in das Lernen mehr jeden Tag bei Ihnen, zu veröffentlichen, was wirklich nützlich ist dank Grüße

  • Júlio writes:
    März 17th, 200913:45at

    Wie immer sind Ihre Themas ganz toll. Nun ist das Thema des Lerninhalts, den ich meinen Schühlern grad lehre, genau die Kleidungsgewohnheiten der Deutschen. Hier finde ich viele interessante Materialien zu unterrichten. Danke!

  • Claire writes:
    Juni 4th, 200916:34at

    Vielen Dank !

    Deine Website ist wirklich toll. Es ist wirklich praktisch für mich, weil ich in zwei Wochen eine deutsch orale Prüfung habe und ich kann deinen Podcast überall (mit meinem Ipod) hören :)

    MFG, Claire

  • Astrid writes:
    Juni 20th, 200920:16at

    Antwort für James Greenshield:

    I translated all words that seem complicated. If I used any other word you don’t know, try:
    http://dict.leo.org

    Hallo James,

    ja das ist richtig. Fräulein ist eine Verniedlichungsform (diminuitive form) von “Frau”. Früher (formerly) wurde sie für unverheiratete (unmarried) Frauen benutzt. Heutzutage (today) ist es despektierlich (disrespectful) oder zumindest (at least) anachronistisch “Fräulein” zu sagen.
    Manche Leute sagen “Fräulein” zu kleinen Mädchen (little girls). Das ist in Ordnung (OK). Aber wen man mit einer Jugendlichen (teenager) spricht, ist es unangemessen (inappropriate).

    Die Leute sind aber normalerweise (usually) nicht wütend (angry), wenn ein Tourist “Fräulein” sagt. Vor allem (especially) wenn der Tourist nicht sehr gut deutsch spricht. Wir wissen, dass “Fräulein” ein Lieblingswort (favorite word) für viele Ausländer (foreigners) ist.

    In englischsprachigen Ländern (english speaking countries) ist etwas ähnliches (similar) mit “Mss” und “Mrs” geschehen. Da die Frauen heute unabhängiger (more independent) sind, möchten sie nicht, dass ihr Familienstand (marital status) in jedem Brief (letter) auftaucht(appears). Nun schreiben die Leute “Ms” und sie sagen “Miss”, egal ob die Frau verheiratet (married) ist, oder nicht.

    Grüße aus Deutschland,
    Astrid

  • juricreison writes:
    Juli 28th, 200915:26at

    Esto es mui interexasassantee…ARIBA LALAE!

  • juricreison writes:
    Juli 28th, 200915:32at

    gut gut!
    airairiariariariairairiar dorgas!
    riariariariariariari

  • Albert Oliveira writes:
    September 23rd, 200920:13at

    Super! Ich liebe dein webseite, ich find’s sehr toll! Ich habe Englisch, Spanisch und Französisch gelernt, im internet. Momentan ich lerne Deutsch, und ich habe nie etwas so toll wie deine website gefunden!

    Dankeschön.

  • Karen.J.Hardman. writes:
    Dezember 23rd, 200900:00at

    Why is it that when l click on “Fallen” l get the answer IN GERMAN, dh, ” gefallen, abgesturtz and zugefallen? ) und nicht die englisches ubersetzung! Dies ist auch passiert mit dem wort “holt” ( an eine andere thema) so ich werde interessiert die grunde zu wissen.

  • admin writes:
    Dezember 23rd, 200914:12at

    Well, this is a translation-plugin. It sometimes does not know whether you are searching for an English or German word – especially when the word exists in both languages.

  • hueluong writes:
    Juni 19th, 201011:04at

    hallo, diese Seite ist wirklich toll, danke schön.

  • vladimir writes:
    Juli 4th, 201023:16at

    SUPER!!! Ich lebe in Russland.Ich bin Student.Deine Website ist wirklich toll. Wunderbar!!!!!

  • melanie writes:
    August 31st, 201014:55at

    das ist echt eine tolle Seite, wodurch man sein schlechtes Deutsch verbesseren kann..großartig! Vielen Dank!!

  • Nagla writes:
    Oktober 12th, 201013:32at

    vielen danke

    Diese seite ist toll .

  • Slow German » Blog Archive » #028: Kleidung | Video Camera Digital writes:
    Oktober 20th, 201020:19at

    [...] es auch in einer hörbaren MP3-Version, ebenso als Podcast. Für Anfänger und Fortgeschrittene. (http://www.slowgerman.com/2008/06/16/slow-german-028-kleidung/) This entry was posted in Uncategorized and tagged a-level, annik, annik rubens, daf, deutsch als [...]

  • Maryam writes:
    Mai 31st, 201119:18at

    Hallo liebe Annik,
    Vor allem, mochte ich “Vielen Dank” fur deine Arbeit fur uns Deutschlerner sagen. Aber ich habe eine Frage uber nechsten Satz aus der Folge “Kleidung”. (Weil viele Deutsche ihre Kleidung über das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen ähnlich aus.)Meine Frage ist: warum im ersten fall sagt man das Wort Deutsche “viele Deutsche” ohne endung -n und im zweiten ” sehen auch die meisten Deutschen ahnlich aus” mit der Endung -n. Es ist meine erste e-mail fur Sie, ich hoffe, ich habe alles korrekt gemacht.
    Vielen Dank
    Maryam Kayumova

  • Daphne Moss writes:
    Oktober 16th, 201103:28at

    I am searching for the song in your Kleidung podcas (Echte Leibe -wenn der Mond Lacht)…… but can’t get it on iTunes or the web! Is it only available in Deutschland?

  • admin writes:
    Oktober 17th, 201118:41at

    Do a quick google search and you will find their myspace-page. I only use songs in my podcasts that are podsafe. So most of them cannot be bought, but downloaded for free.


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