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Slow German #034 – Das R
11. September 2008

Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das “R” im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erklären. Ich versuche es trotzdem.

Im Süden Deutschlands spricht man das “R” gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Zähne und stößt Luft aus – so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen – meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das “R” rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt.

Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das “R” anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Französischen ausgesprochen wird.

Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, müsst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen – und vielleicht denken, Ihr wärt aus Bayern.

Den Unterschied beider Varianten möchte ich Euch noch demonstrieren. Dafür habe ich mir Verstärkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige Wörter sagen lassen, und das hört Ihr jetzt:

XXX

Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett lässt beim Lied “Ob ich dich liebe” ganz schön das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.

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15 Antworten  
Ercan schreibt:
14. September 2008

Hallo Annik,

bestimmt ist es deiner Aufmerksamkeit entgangen, dass es für diese Episode keinen Link gibt..

Oder, irre ich mich wohl?

Beste Grüße!

Lia schreibt:
14. September 2008

Vielen dank für dieses Podcast. Ich freue mich auf jede Folge. Sie sind alle interessant und nützlich.

Annik, ich kann nicht finden die „herunterladen link“ für dieses Podcast. Ich habe es mit iTunes gehört, aber es herunterlade ich lieber direkt von deine Website. Danke sehr.

admin schreibt:
14. September 2008

Tut mir leid, hatte ich vergessen. Ist jetzt da!

Dmitry schreibt:
16. September 2008

Hallo Annik,

vielen Dank für die Erklärung. In Russisch rollen ‘R’ auch. Ich rolle das auch wann ich meiner Aussprache nicht folge :) Aber was ist auch wichtig, was Sie nicht gesagt haben, ist daß sie kein ‘R’ am ende der Wörter nicht sprechen. So z.B. ‘Wir’ klingt mehr als ‘Wia’ :)

Hank Hsu schreibt:
17. September 2008

Ich habe mal in Hannover studiert.
Und jetzt gluecklicherweise bin ich ein Deutschlehrer in Taipeh.
Ich kenne aber nur das zweite R, das du hier erklaert hast.
Tratzdem finde ich es schoen, dass es ein anderes R gaebe.
Vielen Dank nochmal.

Secil schreibt:
29. Januar 2009

Hallo Annik,
Vielen Dank für dieses Podcast,”R” ist ehrlich schwer,aber ich glaube,dass “ch” auch sehr schwer wie “R” ist. Ich kann nicht “ch” sagen :( z.B. Märchen!!
Könntest du bitte mir helfen?
Danke…

eddie schreibt:
21. März 2009

hi! danke für dieses podcast.. ich hab da ne frage. ich bin aus bayern und rolle daher mein “R”. jetzt wo ich aber ‘älter’ werde (ich werde bald 20), möchte ich sehr gerne das andere “R” aussprechen können, hab aber oft probleme damit. kann man denn das hochdeutsche “R” perfekt lernen?
wenn sie mir eine mail mit einer antwort (und vielleicht ein paar tips..?) schicken könnten, wär das echt toll :) .. ich möchte sehr gerne mein “R” anders aussprechen können.

Lutz schreibt:
26. März 2009

Hallo, ich unterrichte in China und erlebe sehr verschiedene Aussprachen des hochdeutschen RRRs. Damit es nicht vorne erzeugt wird, kann man mit etwas Wasser unter der Zunge zu besserer Kontrolle kommen. Die Menge Wasser ist individuell, es kommt nur darauf an, dass die Zunge still ist.
Aber vor dem zweiten Weltkrieg hat die so genannte Sprecherziehung einen anderen Streit gehabt, das andere RRR wurde im Theater ganz mit der Zungenspitze erzeugt. Das sollte in der Schule gelernt werden, aber es ging einfach nicht. Man kennt heute nur das gerollte RRR, das andere lernt man bei Verletzungen im Kehlkopfbereich als Alternative.

Tim schreibt:
3. September 2009

Hey ihr :)

Also das R zu rollen ist aus meiner Sicht sehr schlimm.
Ich selber rolle es und habe diverse Problme bei der Aussprache von Worten wie: Straße, Struktur oder Strangulieren.

Ich weiß nicht wie ich dieses Defiziet lösen kann und suche schon lange vergebens um Rat

Rudi schreibt:
4. Januar 2010

Hallo,
ich bin auch aus Bayern und rolle mein “R” immer noch (obwohl ich lange in Berlin gelebt habe). Ich denke, heutzutage wird das gerollte “R” als Varietät allgemein anerkannt und man muss sich nicht dazu zwingen, das “Standard-R” zu lernen. (Das wäre für mich trotz meiner Französischkenntnisse ziemlich mühsam). In Norddeutschland wird man sicher damit gelegentlich belächelt – aber was soll’s? ;-)
Gerade Deutschlerner in Ostasien (ich unterrichte auch da) tun sich übrigens mit dem Zungenspitzen-R wesentlich leichter und können meiner Ansicht nach ruhig erst einmal das lernen.
Viele Grüße

hesen schreibt:
13. Januar 2010

hallo .ich komme aus egyptien .ich moechte dir fuer dieses proadcast danken.vielen dank

JJ schreibt:
17. Juni 2010

Hello Annik,

ich komme aus Neuseeland. Für mich ist die Aussprache des deutsches Z ein Problem. Ich höre fast keinen Unterschied zwischen S und Z. Könntest Du eine kurze Sendung über der Z machen?

admin schreibt:
21. Juni 2010

Gute Idee – es ist ein großer Unterschied! Das “z” wird ausgesprochen wie “ts”!

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