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Slow German #040: Beruf und Karriere
15. Dezember 2008

Vicki aus den USA möchte, dass ich über Beruf und Karriere spreche. Ich werde es versuchen.

Alles beginnt natürlich mit einer guten Ausbildung. Man kann zum Beispiel an einer Universität studieren. Oder man macht ein Praktikum, man arbeitet also einige Zeit bei einer Firma, um dort etwas zu lernen. Danach fängt eine schwierige Zeit an: Man muss sich nämlich bei verschiedenen Firmen bewerben. Dazu sucht man zum Beispiel im Internet oder im Stellenmarkt der Tageszeitung nach Anzeigen. Viele Firmen suchen durch Anzeigen neue Mitarbeiter.

Wenn man dieser Firma dann schreiben möchte, muss man ihr eine Bewerbungsmappe schicken. In der Mappe enthalten sind ein Lebenslauf, meistens auch ein Foto, dazu noch Zeugnisse oder Arbeitsproben. Wenn die Personalabteilung der Firma diese Mappe gut findet, wird man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier versucht man sich möglichst positiv zu präsentieren. Denn wenn das Gespräch gut läuft,
hat man den Job. Wenn nicht, dann bekommt ihn ein anderer Bewerber.

Bevor man allerdings anfängt zu arbeiten, muss man meistens erst einen Arbeitsvertrag unterschreiben. In diesem Vertrag wird festgehalten, wie viele Stunden man arbeiten muss und wieviel Geld man verdient.
Manchmal ist dieser Vertrag Verhandlungssache - das heißt, man kann in einem Gespräch festlegen, wie hoch die Summen sind. Manchmal aber, vor allem in bestimmten Branchen, sind die Preise bereits festgelegt. Das nennt man Tarifverträge. Diese Tarife wurden bereits in der Vergangenheit ausgehandelt und gelten dann für alle in diesem Bereich tätigen Menschen. Zum Beispiel: Wenn ich einen Workshop halte bei
einer Firma, dann kann ich sagen, wie teuer das ist, und die Firma entscheidet dann, ob sie diesen Preis zahlen möchte. Wenn ich aber für einen Radiosender wie den Bayerischen Rundfunk arbeite, dann bekomme
ich genau das gleiche Geld wie meine Kollegen. Ich kann nicht verhandeln oder mehr verlangen.

Wer gerne immer mehr Geld verdienen möchte und immer wichtiger sein will in seiner Firma, den nennt man in Deutschland einen Karrieristen. Er möchte die Karriereleiter emporklettern. Oft sind das sehr ehrgeizige Menschen. Und viele Firmen haben eine klare Hierarchie, bei der man Stufe um Stufe erklimmen kann. Wichtig ist den meisten Menschen natürlich, wieviel Geld sie verdienen. Diesen Betrag nennt man Gehalt. Oft redet man vom Nettogehalt. Das ist dann das Geld, das man tatsächlich vom Arbeitgeber bekommt. Denn der zieht schon Beträge ab, zum Beispiel für Kranken- oder Rentenversicherung. Auch die Steuer wird gleich an das Finanzamt abgeführt. Ein Angestellter bekommt dafür jedes Jahr vom Finanzamt eine  Lohnsteuerkarte. Diese Karte gibt er bei seinem Arbeitgeber ab. Am Ende des Jahres wird auf dieser Karte
eingetragen, wie viele Steuern der Arbeiter gezahlt hat.

Bei mir ist es anders. Ich bin kein Angestellter. Ich bin freiberuflich und selbständig. Das bedeutet, ich muss mich selber um alles kümmern, um die Krankenversicherung und die Rentenversicherung und auch um die Steuer. Dafür kann ich aber für viele verschiedene Firmen arbeiten und bin flexibel. Ich habe keine festen Arbeitszeiten, wie andere Menschen. Viele Menschen, die als Verkäufer arbeiten, arbeiten übrigens auf Provision. Sie bekommen also einen Anteil an dem, was sie verkauft haben, für sich.

So, ich hoffe, ich konnte Euch viele neue Wörter beibringen. Ihr wisst ja: Wenn ihr etwas nicht versteht, einfach auf der Internetseite www.slowgerman.com auf das Wort mit der Maus klicken, zwei Mal, dann
seht Ihr die englische Übersetzung. Oder Ihr lasst Euch den ganzen Text in Eure Muttersprache übersetzen, indem Ihr in der rechten Spalte auf die Fahne Eures Landes klickt. Aber Vorsicht: Dann stimmt natürlich die Grammatik nicht mehr!

Zum Schluss noch “Die Liebessieger” von der Band Heuser, gefunden auf dem Podsafe Music Network.

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7 Antworten  
Daniel aus Buenos Aires schreibt:
15. Dezember 2008

Hallo Annik, wieder einmal eine hervorragende Folge mit einer bezaubernden Stimme. Ich benutzte deine Beiträge gern für meinen Unterricht ab Niveaustufe B1 und ich muss sagen meine Schüler sind begeistert und freuen sich immer auf die nächste Folge. Kannst du villeicht mal einen Beitrag über Silvester machen und warum es in Deutschland Silvester heisst. Der Sick hat dazu auch mal was geschrieben, aber leider gibt es noch keinen Beitrag mit einer schönen Stimme.

Liebe Grüsse aus Buenos Aires
Daniel

Ichiro schreibt:
19. Dezember 2008

Hallo Annika,
Es ist noch schwerig auf Deutsch schreiben. I am working for German company and living in Leipzig. Employment system is different from Japan so it was very interesting.
I listen your podcast on my way to office every morning.
Cheers,
Ichiro

Mahdi schreibt:
20. März 2009

Danke Schön Annika.Du hast einen sehr schönen Akzent.Ich wirklich genieße deine Stimme.Danke.

Atefeh schreibt:
7. Mai 2009

Hallo Annika,

Das war wie immer super.
Danke dir

weiwei schreibt:
7. September 2009

hallo Annika

ich bedanke mich für deine Erklärung

über DEUTSCHLAND.Aber ich verstehe das

nicht ,wie man übersetzen kann?z.b deutsch
in chinsisch.

admin schreibt:
7. September 2009

Bevor es sich hier einschleicht: Ich heiße Annik. Nicht Annika. Aber das ist kein Problem! ;-)
Übersetzung: Links unten auf der Seite einfach auf die Länderfahne klicken. Also auf China zum Beispiel. Dann ist alles übersetzt. Aber Vorsicht: Wie bei allen automatischen Übersetzungen sind hier viele Fehler drin, verlasst Euch nicht darauf!!!

Bruno Macedo da Silva schreibt:
29. Oktober 2009

Hallo Annik

Ich heisse Bruno Macedo und ich wohne in Brasilien. Seit 2006 lerne ich deutsch und die Sprache gefällt mir sehr. Vor 2 Monaten fing ich an Deutsch Anfänger zu Unterrichten. Das macht mir sehr Spass.
Ich möchte Ihnen Danke für Ihre Podcast. Sie haben mir sehr dabei geholfen meine Hörverstandnisfähigkeit sich zu verbessern.
Ich weiss nicht ob Sie das machen können, aber können Sie einmal über Österreich sprechen?

Vielen Dank

Mit Freundlichen Grüsse
Ihr
Bruno Macedo da Silva

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