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Slow German #049: Radfahren
8. April 2009

Endlich ist der Frühling da. Und das bedeutet für mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spaß, wenn es warm ist.

Im Frühling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu ölen. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check – und schon kann es losgehen.

Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen bestückt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrräder auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer Rücktrittbremse durch die Pedale. Viele Räder haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorwärtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen möchte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gepäckträger.

Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gemütlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen gehöre ich auch.

München ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostraßen getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur für Radfahrer. Und eigene Straßenschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man schöne Radtouren machen.

Für mich ist das Fahrrad eine Möglichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren möchte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten – und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Straßenbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort – und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht.

Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gewöhnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht – aber ich versuche ihn so oft wie möglich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner.

Übrigens lernen die Kinder in Deutschland sehr früh, Fahrrad zu fahren. Manche benützen dafür so genannte Stützräder. Das sind kleine Räder, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier Rädern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrsübungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss.

Bis zum achten Lebensjahr dürfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach müssen sie auf der Straße bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer Rücksicht auf die Fahrradfahrer – aber leider nicht immer.

In großen Städten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen.

Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln möchte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er heißt „Call a Bike“. Diese silbern-orangefarbenen Fahrräder stehen überall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos.

Begeisterte Radfahrer radeln übrigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Dafür braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten!

So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar „Kleine Geschichten“ von Phil und Pete.

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18 Antworten  
Sarah Yang schreibt:
9. April 2009

Wunderbar! Danke schön!

Sarah Yang schreibt:
9. April 2009

Gut

Sarah Yang schreibt:
10. April 2009

Hi ,Annik,wie geht’s?
Ich komme aus China, und liebe dein Podcast.
Ich möchte ein Frage stellen. Was bedeutet “zwar” in “So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar „Kleine Geschichten“ von Phil und Pete”
Danke schön!

Dr Bashir Salah schreibt:
10. April 2009

hallo
ich bin Dr Salah aus palästina und promoviere in Duisburg uni
ich möchte eine frage stellen, und zwar warum machen Sie zu wenig Podcast, wir als studenten brauchen Ihre Podcast, bitte sein Sie großzügig und machen so viele Podcast wie Sie konnen.
Danke im Voraus

admin schreibt:
10. April 2009

Hi Sarah, wenn Du etwas nicht verstehst, markiere es einfach hier auf der Seite, dann siehst Du die Erklärung in Englisch. “Und zwar” heißt soviel wie “namely” oder in Deutsch “nämlich”. In diesem Fall also: Es kommt Musik, genauer gesagt “Kleine Geschichten”…

admin schreibt:
10. April 2009

Hallo! Ich würde gerne mehr Podcasts machen, aber es kostet viel Zeit, sie zu produzieren. Ich mache drei private Podcasts (schlaflosinmuenchen.com, ersatz.tv und slowgerman.com), und das kostet sehr viel Zeit und Energie! Ich mache schon so viele Folgen wie ich kann, bald kommen zwei Neue.

Adam Levysohn schreibt:
11. April 2009

Dear Annik, just wanted to thanks you for making this programme available. I live in Switzerland since 2007, still cannot speak very good German so your programme is helping me very much. My kids er fluent, and they tease me with my bad German;-)
All the best and once again thanks for your very much appreciated efforts, adam

LULU schreibt:
11. April 2009

Vielen Dank! Solches Thema habe ich gerade gesucht.
Ich bin ein Ausländer in Deutschland. Und fahre ich jeden Tag zur Schule. Ich habe durch internet die Verkehrsregeln für Radfahrer gesucht. Leider sind alle nur auf Text, gibt keine Bilder oder andere leichter zu erklären. Das ist ein bisschen schweriger für Ausländer zu vollständig verstehen. Deswegen habe ich eine Bitte, können Sie versucht zu suchen, leichter, fast als für Kinder, wo die Verkehrsregeln für Radfahrer gibt. Oder ob Sie wissen, wo man solche Regel bekommen kann? Danke schön! :-)

Maynard schreibt:
16. April 2009

Vielen Dank, Annik. Du hast meine lieblingste Aktivität beschrieben. Ich hoffe Fahrrad irgendwann in Deutschland zu fahren.

Chuck schreibt:
18. April 2009

Hallo Annik!

Ich wohne in den Vereinigten Staaten, und habe deine Podcasts heute in iTunes gefunden. Danke vielmals fur deine Arbeit, es ist so hilfreich (”helpful”?). Ich habe nur zwei Episoden erhort, aber Ich werde andere Episoden downloaden. Viel besser als Deutche Welle’s “langsame Nachrichten”, die kein Text (”transcript”) haben.

Noch einmal, danke sehr fur diese Podcasts. Ich have keine PayPal “donation” knopf an deinem website gefunden: wenn es moglich ist, Ich wurde glucklich sein, eine Donation zu machen.

(Hopefully my German made sense :) Thanks for everything Annik)

luke schreibt:
18. April 2009

hallo! ich habe ein idee fur Sie. Viele blog post uber neue Thema mit viele neue Worten. konnen ich empfehlen ein Diagramm mit jedes post? e.g. http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Bicycle_diagram-de.svg/800px-Bicycle_diagram-de.svg.png?

Lucas schreibt:
22. April 2009

Hallo Annik!
Ich bin Lucas Alonso , ich komme aus Spanien, ich liebe deine Podcast!

I have been learning so much since I descovered “Slow German” :D

Obris schreibt:
1. Mai 2009

Vielen Dank!

Astrid schreibt:
20. Juni 2009

Antwort für Lulu:

Hallo Lulu,

der ADAC (german automobile club) hat Hefte für Kinder.

http://www.adac.de/Verkehr/Verkehrserziehung/Medien/Sicher_mit_dem_Fahrrad/default.asp?ComponentID=29520&SourcePageID=28949

Du kannst auch versuchen bei deiner lokalen Polizei zu fragen, ob es dort solche Infomaterialien gibt.

Grüße
Astrid

Grüße
Astrid

Vadim schreibt:
25. Juni 2009

Hallo.Ich bin Vadim und komme aus die Ukraine.Meine Heimatstadt ist Tscherkassy.Mir gefällt Autos,besonders die deutschen Autos.Ich kenne viele deutschen Autos aber mir gefällt Audi,weil mein Vater Audi(100) hat.

Tim Taylor schreibt:
28. Juni 2009

Hi Annik

Ich heisse Tim und lerne Deutsch seit 5 Jahren. Deine Podcast ist toll. Ich bin glueklich dass ich
es gefunden habe.

Gruesse aus England

Tim

Cristina schreibt:
11. September 2009

Hallo Annik. wo finde ich die texte von der Musik Kleine Geschichten. Ich habe gesucht und nicht gefunden. Danke. Cristina.

admin schreibt:
11. September 2009

Liebe Cristina, tut mir leid, das kann ich Dir auch nicht sagen. Wende Dich doch bitte direkt an die Interpreten. Ich darf hier keine Texte abbilden, da sie urheberrechtlich geschützt sind.

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