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Slow German #064: Ferienjob
August 2nd, 2011 by admin


Marie-Françoise ist Lehrerin aus Belgien. Sie hat mich gebeten, über Ferienjobs zu sprechen. Also werde ich das heute machen.

Viele Schüler und Studenten arbeiten in ihren Ferien. So verdienen sie Geld und machen neue Erfahrungen. Schüler unter 15 Jahren dürfen in Deutschland nicht wie ein Erwachsener arbeiten. Es gibt ein Gesetz, das Kinderarbeit verbietet. Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn es die Eltern erlauben, dürfen Kinder schon ab 13 Jahren arbeiten. Aber nur zwei Stunden pro Tag und nur tagsüber. Und natürlich nicht während der Schulzeit. Anders ist es in den Ferien. Hier dürfen Schüler zwischen 15 und 18 Jahren maximal vier Wochen im Jahr arbeiten, höchstens aber acht Stunden pro Tag.

Beliebte Jobs für Schüler sind zum Beispiel Babysitten, Zeitungen austragen oder Nachhilfe geben. Babysitten ist klar – da passt der Schüler auf ein kleineres Kind auf und bekommt von dessen Eltern Geld dafür. Zeitungen austragen bedeutet, dass Schüler mit dem Fahrrad oder zu Fuß von Haus zu Haus gehen, und kostenlose Blätter für einen Verlag ausliefern. Sie stecken also in jeden Briefkasten ein Exemplar und werden dafür bezahlt. Wenn ein Schüler Nachhilfe gibt bedeutet das, dass er einem anderen Schüler hilft, der in einem Schulfach schlechter ist. Sie lernen also zusammen, und die Eltern bezahlen den Nachhilfelehrer dafür. In der Regel gibt ein älterer Schüler einem jüngeren Schüler Nachhilfeunterricht in einem Fach, also zum Beispiel in Mathematik oder Englisch.

Wer nur in den Ferien arbeitet, der macht meistens einfache Saison-Arbeit. Zum Beispiel kann ein Schüler als Eisverkäufer arbeiten. Dann verkauft er Eis an Kinder und Erwachsene. Er kann auch als Pizzabote arbeiten. Dann liefert er Pizza an Menschen, die diese per Telefon bestellt haben. Wer sportlich ist und gut schwimmen kann, kann nach einer speziellen Ausbildung auch als Rettungsschwimmer arbeiten. Dann sitzt er an einem See oder in einem Schwimmbad und passt auf, damit niemand ertrinkt.

Studenten arbeiten im Sommer gerne als Animateur in einer Hotelanlage. Das heißt, sie leben selber im Ausland, in Spanien oder Italien zum Beispiel, und arbeiten im Hotel. Sie machen mit den Gästen spezielle Programme, meistens ist das Sport. Sie arbeiten oft aber auch in Restaurants oder Cafés als Kellner oder Kellnerin. Sie bringen also Getränke und Essen zu den Gästen.

Warum Schüler und Studenten arbeiten? Natürlich denkt man bei dieser Frage sofort an Geld. Und das ist bestimmt für viele die Hauptmotivation. Mit etwas mehr Taschengeld kann sich ein Schüler vielleicht die Computerspiele, Bücher oder Musik kaufen, die er sich sonst nicht leisten könnte. Ein Student kann mit dem zusätzlichen Geld vielleicht hin und wieder einen Cocktail trinken gehen oder mit Freunden ins Kino. Es gibt aber noch einen Grund, warum Ferienarbeit sehr gut ist: Schüler lernen dadurch, was es bedeutet, zu arbeiten. Sie müssen pünktlich am Arbeitsplatz sein, sie müssen eine Aufgabe erfüllen und viele Stunden etwas tun, was ihnen wahrscheinlich nicht so viel Spaß macht, wie mit den Freunden Zeit zu verbringen. Und bei manchen Ferienjobs lernen die Schüler und vor allem Studenten schon etwas für ihren späteren Beruf. Ich selber habe in den Ferien und nach der Schule immer bei einem Radiosender gearbeitet und dort viel gelernt. Vielleicht hätte ich ohne diesen Ferienjob nie angefangen, zu podcasten!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Episode hier herunterladen.
Text als PDF herunterladen.


10 Responses  
  • Ann Anderson Campbell writes:
    September 5th, 201117:05at

    Hallo Anika

    Vielen Dank fuer eine diese Folge. Ich freue mich sehr darauf, “Slow German” zu zuhoeren. Ist das richtig? Ich reise gern und besonders auf Deutschland und Oesterreich. Ich versuche immer Deutsch zu sprechen, wenn es moeglich ist. slow German hilft mir sehr.

    Mit freundlichen Gruessen

    Ann Anderson Campbell
    Livingston
    Scotland

  • mohamed writes:
    Oktober 26th, 201119:26at

    hi annik i realy so happy about this program and its very useful i hear and then translate it into arabic by google translation so the suggestion is can you translate it even into englich ,, it may be more useful please send me back as possible as you can

  • Annik writes:
    Oktober 26th, 201120:50at

    Dear Mohamed, I’m glad my podcasts help you to learn German. Unfortunately, I cannot provide translations at the moment. The episodes are a lot of work already, plus the learning material – I cannot put more of my time into this project. Sorry!

  • Yvanne Jin writes:
    November 21st, 201116:23at

    To mohamed: but i can see English version here, both with Chinese version.

    To Annik:
    I happened to find this website and am very excited about it. I am wondering: is there a fastgerman version, matching with slowgerman videos? Because when i get progress on that, i really want to hear the normal speed German. Thank you a lot!

  • admin writes:
    November 22nd, 201121:10at

    I want to produce “fast german” versions as a premium podcast, but right now I don’t have the time… Be patient, please!

  • mamy andriamasinoro writes:
    Dezember 23rd, 201116:17at

    It’s amazing having found this website!! it helps so many beginners to improve their german.

  • Greg writes:
    März 19th, 201223:52at

    Du hast Rasenmäher als Klassiker für Ferienjobs vergessen :) Damit habe ich früher immer recht gutes Geld verdient und die Arbeit hat Spaß gemacht1
    Grüße aus Berlin
    Greg

  • Marco aus Brasilien writes:
    August 9th, 201218:03at

    Vielleicht arbeiten gern Studenten im Sommer im Ausland, um eine Fremdsprache zu lernen. Es ist ganz einfacher, eine Sprache zu lernen, wenn man im Land wohnt.
    Grüße!

  • Nico writes:
    April 29th, 201309:08at

    Hello Annik I have been given a task by my german teacher to translate this whole passage to English! I am have a lot of trouble with the phrases “da passt der Schüler auf ein kleineres Kind auf und bekommt von dessen Eltern Geld dafür” and also “und kostenlose Blätter für einen Verlag ausliefern.” If you could help me out that would be great.
    Danke schon from Nico :)

  • admin writes:
    April 29th, 201310:35at

    Hi Nico, well, I am sure your German teacher will help you with that… “aufpassen” means to take care of somebody, in this case a little kid. “Geld dafür bekommen” means to get money, to earn money for something. “kostenlose Blätter” are free advertising journals. Does that help?


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