»
S
I
D
E
B
A
R
«
Herzlich willkommen!
20. Januar 2010

Liebe Hörer, schön, dass Ihr hier seid! Das hier ist ein privater Podcast zu Themen aus Deutschland - langsam gesprochen.

Ihr könnt Lernmaterial kaufen:
(ZUM SHOP)

Lernmaterial Folgen 08-20 als Paket (hier)
Lernmaterial Folgen 21-30 als Paket (hier)
Lernmaterial Folgen 31-40 als Paket (hier)
Lernmaterial Folgen 41-50 als Paket (hier)
Lernmaterial Folgen 08-50 als Paket (hier)
Kostenloses Beispiel: (Zip-Datei für Episode 50).

Lernmaterial zu einzelnen Folgen findet Ihr hier auf der Seite am Ende des Textes der jeweiligen Episode oder hier im Shop.

Mit dabei: ein Blatt mit den wichtigsten Vokabeln und englischen Übersetzungen, Verständnisfragen, Multiple-Choice-Fragen und zum Schluss ein kurzer Lückentext.

Wenn Ihr mit anderen Slow German-Hörern kommunizieren wollt oder Fragen zur deutschen Sprache habt, nutzt das Forum und die Facebook-Seite!

Slow German #056: Jugendherberge
22. September 2009

Eine Herberge ist eine Unterkunft, also ein Platz, wo man schlafen kann. Es ist so etwas ähnliches wie ein Hotel. Eine Jugendherberge ist wie der Name schon sagt ein Hotel für Jugendliche. Der Unterschied zu einem Hotel ist vor allem der Preis für ein Zimmer. Meistens sind Jugendherbergen viel billiger. Oft gibt es Mehrbettzimmer, also Zimmer mit mehreren Betten darin. Es gibt einen Speisesaal und meistens auch schöne Angebote für Familien, also zum Beispiel einen Spielplatz oder ein Schwimmbad. Noch ein Unterschied zum Hotel: Die Gäste müssen ihre Betten selbst mit Bettwäsche beziehen und vor Abreise wieder abziehen. Das macht im Hotel ein Zimmermädchen. Handtücher muss der Gast selber mitbringen oder in der Jugendherberge mieten.

Wie ist dieses Konzept entstanden? Die erste Jugendherberge entstand vor genau 100 Jahren, und zwar am 26. August 1909. Der Lehrer Richard Schirrmann war damals mit einer Schulklasse unterwegs. Er wollte acht Tage lang mit den Kindern wandern. In der ersten Nacht schliefen sie in der Scheune eines netten Bauern. In der zweiten Nacht allerdings tobte ein Gewitter und sie fanden lange keine Unterkunft. Schließlich kamen sie endlich in der Dorfschule unter. Der Lehrer konnte nicht schlafen – also kam ihm die Idee, für andere Wanderer eigene Herbergen einzurichten. Wenig später richtete er die erste  Jugendherberge ein.

Die Idee setzte sich schnell durch: Schon 1932 gab es über 2100 Jugendherbergen. Damals hatten sie noch große Schlafsäle, in denen viele Kinder und Jugendliche zusammen in einem Raum schliefen. International werden die Jugendherbergen “Youth Hostels” genannt. Weltweit gibt es mittlerweile 4500 Jugendherbergen, in Deutschland sind es noch 550. Diese Jugendherbergen haben unterschiedliche Standards: Jugendherbergen der Kategorie 1 sind eher einfach eingerichtet, die Herbergen der Kategorie 4 bieten gehobenen Komfort, sind also besser eingerichtet und ausgestattet.

Wichtig ist den Jugendherbergen, dass sie nicht nur eine Unterkunft sind. Sie stehen für Frieden. Sie wollen, dass Jugendliche und Kinder viel reisen, um andere Länder und andere Menschen kennenzulernen und dadurch Toleranz zu lernen. In einer solchen Herberge verbringt man oft Zeit mit anderen Gästen und lernt sich näher kennen. Oft werden Jugendherbergen genutzt, um mit einer ganzen Schulklasse zu reisen. Die Kinder dürfen zum Beispiel eine Woche lang Urlaub in einer Jugendherberge machen, anstatt in die Schule zu gehen. Dafür lernen sie vor Ort in der Jugendherberge mit ihrem Lehrer andere Dinge, zum Beispiel über die Umwelt und Natur. Der Leiter der Jugendherberge wird auch heute noch oft “Herbergsvater” genannt. Und ein Klischee für Jugendherbergen, das oft wahr ist, ist der ständig aus einer großen Kanne ausgeschenkte Tee.

Wer in einer Jugendherberge übernachten möchte, muss nicht unbedingt ein Kind sein. Mittlerweile ist es möglich, auch als Erwachsener dort zu übernachten. Wichtig ist aber, ein Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerk zu sein. Das ist die Organisation, zu der alle Jugendherbergen gehören. Das Deutsche Jugendherbergswerk, kurz DJH, ist übrigens ein eingetragener Verein. Über Vereine gab es schon eine Slow German-Folge, Ihr könnt sie gerne nachhören. Wer also in einer Jugendherberge übernachten möchte, muss Mitglied in dieser Organisation werden, und das kostet Geld, aber nicht viel. Momentan liegen die Beträge zwischen 12,50 Euro und 21 Euro für ein ganzes Jahr. Dazu kommt dann natürlich der Preis für eine Übernachtung, das Frühstück ist immer mit dabei.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Episode hier herunterladen
Text als PDF herunterladen
Lernmaterial hier herunterladen (1 Euro)

Yes, no, hello! Absolute Beginner #1
6. Juli 2009

Hello and welcome to a new series here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language…

First of all, you want to be able to say yes and no. That’s the easy part. If you want to say yes, say „Ja“. „Ja“. If you want to say no, say „nein“. Nein.

When travelling in a foreign country, it is important to be nice to the people you meet. After all, everything you do will reflect on your own country. If you’re an American and you’re acting loud the Germans will say: Americans are loud! So be careful what you do!

Our next words are please, thank you and sorry or pardon. If you want to thank somebody for something, you simply say „Danke“. Danke. In reply to that, the other person will answer „bitte“. Bitte. If you want to attract the attention of somebody, for example a person working in a store, or if you bump into somebody, you say „Entschuldigung“. I know this is a hard word to say and everybody will understand if you say „sorry“, but the correct German word is Entschuldigung. Ent-schul-di-gung.

Alright, very good so far! Now let’s get to four words that you can use for directions. There is left and right. Left is links, links, and right is rechts, rechts. It’s easy to memorize, because the first letter of the words is the same. Links and rechts. In rechts you have a sound that is not common in many other languages, the „ch“-Sound. Your mouth forms a wide grin, like if you want to say „eeeee“. Now if you lift the middle part of your tongue a little bit, you will get this sound. „Ch“. Two more words for directions: Up and down. Up is „oben“, oben, and down is „unten“, unten.

Let’s get to different greeting formulas. You can always say „Guten Tag“, no matter what time it is. It jus means „A good day to you“. If you want to specify, you can wish a good morning or good evening. Then it is „Guten Morgen!“ or „Guten Abend“. Guten Morgen. Guten Abend. The more colloquial form is „Hallo“. Hallo. If you are in Southern Germany, in Bavaria or even in our neighbor-country Austria, you will often hear „Grüß Gott“. This means „God is greeting you“, meaning „God bless you“. I am not a Christian and I say it anyway – it is very common in Southern Germany. Grüß Gott.

If you want to leave, there are also different possibilities. You can say „Auf Wiedersehen“, auf Wiedersehen, meaning „until we see us again“. The more colloquial form is „Tschüss“ or the Italian „ciao“. Tschüss. Ciao. Auf Wiedersehen!

Four more words to go, then we are through with this first episode of Slow German for Absolute Beginners. Let’s say you enter a hotel, or you want to introduce yourself to somebody. Then you say  „Ich heiße…“ and then your name. I would say „Ich heiße Annik“. In a hotel, you would follow up with something like „Ich habe eine Reservierung“, if you have a reservation for a room. We also copied the English form of that sentence, so you can also introduce yourself by saying „Mein Name ist…“. Mein Name ist Annik.

Ok, now three important places for every traveler. If you travel by train, you need the trainstation. Bahnhof. Bahnhof. If you fly to Germany, you will arrive at the airport, the Flughafen. Flughafen. And if you need a taxi, guess what? You can call a Taxi! I guess that word is the same in almost every language. We just pronounce it a little differently. Taxi. Taxi.

That’s it for now, in the next easy episode I will tell you what to say if you’re in a restaurant. If you have questions or ideas what to teach next, write me an e-mail at podcast@slowgerman.com . You can find the text and the vocabulary to this episode as well as many infos on slowgerman.com. Auf Wiedersehen! Or better: Auf Wiederhören!

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Episode hier herunterladen
PDF mit der Vokabelliste herunterladen

Slow German #054: Banken
12. Juni 2009

Momentan ist eines der größten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan hat mich nun gebeten, über das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das werde ich gerne tun.

Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken, dafür aber viele öffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank – eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank. Die zweite Art ist eine öffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse. Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht gesagt geht es ihnen mehr um den Bürger als um das Geld. So sollte es zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank.

Was kann man bei einer Bank alles machen? Zunächst mal hat man oft schon als Kind die Möglichkeit, das ersparte Geld zur Bank zu bringen. Ich erinnere mich, dass ich ein Sparschwein hatte – das war ein Schwein aus Porzellan, das oben einen Schlitz hatte. Dort konnte man Münzen hineinwerfen. Wenn das Schwein voll war, wurde es zur Bank gebracht und das Geld auf ein Sparkonto eingezahlt. So haben viele deutsche Kinder gelernt, zu sparen.

Später eröffnet man bei der Bank ein Girokonto. Das passiert meist dann, wenn man anfängt zu arbeiten und regelmäßige Einnahmen hat. Ein Girokonto ist sehr praktisch. Man kann viele Zahlungen automatisieren, das nennt man dann einen Dauerauftrag. Ich habe es zum Beispiel so eingerichtet, dass an jedem ersten Tag im Monat das Geld für die Miete automatisch von meinem Konto auf das Konto meiner Vermieterin überwiesen wird.

Schecks werden in Deutschland nur noch sehr selten von Privatpersonen verwendet. Stattdessen gibt es so genannte Einzugsermächtigungen. Ich habe zum Beispiel einen Vertrag unterschrieben, und dieser Vertrag erlaubt meinem Stromanbieter, dass er jeden Monat oder jedes Quartal Geld von meinem Konto abbuchen darf. Er holt sich also das Geld selber, das der Strom kostet. Das gleiche gilt für die Heizung, das Wasser, Versicherungen und ähnliches. Daher muss ich mich um nichts mehr kümmern, alles ist automatisiert.

Wenn ich einer anderen Person Geld schicken möchte, weil ich zum Beispiel bei eBay etwas gekauft habe, dann kann ich das Geld überweisen. Eine Überweisung ist ein Blatt Papier, ein Formular. Dort trage ich meinen Namen ein und meine Kontonummer, und den Namen und die Kontonummer des Menschen, bei dem ich etwas gekauft habe. Dann noch den Geldbetrag, und einen so genannten Verwendungszweck, also ein Stichwort, damit der Verkäufer weiß, wofür das Geld gedacht ist. Diese Überweisung gebe ich dann bei der Bank ab, und das Geld wird überwiesen. Noch einfacher ist es online – die meisten Banken bieten mittlerweile in Deutschland Online-Banking an. Hier kann ich online ausfüllen, wem ich Geld schicken möchte, und alles geht ganz schnell. Damit die Bank weiß, dass nur ich Zugriff auf das Konto habe, hat sie mir einen Online-Zugang eingerichtet, der mit einem Passwort geschützt ist. Dieses Passwort habe ich per Post zugeschickt bekommen. Außerdem muss ich jede Transaktion, also zum Beispiel jede Überweisung, mit einer TAN-Nummer bestätigen. Diese TAN-Nummern bekommt man ebenfalls per Post geschickt.

Natürlich kann man auch in Deutschland längst mit Plastik bezahlen. Das bedeutet, man kann Plastikkarten benutzen, um zu bezahlen. Am weitesten verbreitet sind ec-Karten. EC steht dabei für Electronic Cash. Mit so einer Karte kann ich auf mein Girokonto zugreifen. Zum Beispiel kann ich an einem Bankautomaten Geld abheben. Dafür muss ich die ec-Karte in den Automaten einführen, dann meine PIN-Nummer eingeben, das sind vier Zahlen, und dann kann ich Bargeld abheben. Ich kann mit der ec-Karte auch einkaufen. Im Supermarkt fragt mich die Kassiererin dann entweder nach meiner PIN-Nummer, die man dann selber eintippen muss, oder man muss einen Bon unterschreiben, also einen Kassenzettel. Das geht einfach und schnell. Praktisch ist auch, dass man mit der ec-Karte oft auch in ganz Europa bezahlen kann, und zwar immer dann, wenn auf der Karte auch das „Maestro“-Zeichen abgedruckt ist.

Kreditkarten sind in Deutschland auch verbreitet, aber es ist noch nicht üblich, dass man kleine Beträge mit der Kreditkarte bezahlt. Vor allem amerikanische Ketten wie Starbucks akzeptieren zwar Kreditkarten auch für einen Kaffee, oft aber ist es nicht so. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Kreditkartengesellschaften wie VISA oder Mastercard Gebühren vom Verkäufer verlangen. Sein Gewinn ist also geringer, wenn der Kunde mit Karte bezahlt. Vor allem in Tankstellen oder Restaurants und in Kaufhäusern kann man aber ohne Probleme mit der Kreditkarte bezahlen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Funktionen einer Bank. Man kann Geld auf so genannte Festgeldkontos legen, bei denen man dann höhere Zinsen bekommt. Man kann Aktien kaufen oder in Fonds investieren, man kann Kredite aufnehmen und vieles mehr – aber das führt jetzt zu weit. Wir hören lieber Musik – und zwar diesmal von Trashure „Die Frau die mich nicht sieht“.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Episode hier herunterladen
Text als PDF herunterladen (kostenlos)
Lernmaterial herunterladen (1 Euro)

»  Substance: WordPress   »  Style: Ahren Ahimsa   »  Impressum: Hier klicken!